Die DGUV Vorschrift 2 legt fest, wie viele Stunden Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) und Betriebsarzt pro Jahr für Ihren Betrieb einzuplanen sind. Seit 2025 setzen die Unfallversicherungsträger nach und nach die überarbeitete Fassung in Kraft: mit neuer Kleinbetriebsgrenze von 20 Beschäftigten, aktualisierter Zuordnung der Betriebsarten und erstmals geregelter digitaler Betreuung. Für die übrigen Träger gilt weiterhin die Fassung von 2011.
Unser Rechner bildet beide Fassungen ab. Sie wählen Ihren Träger, Ihre Branche und Ihre Beschäftigtenzahl, der Rechner ermittelt die Betreuungsgruppe, die gewichteten Beschäftigten und die Grundbetreuung, verteilt sie auf SiFa und Betriebsarzt und zeigt Ihnen, ob Ihr Betrieb unter die Regelbetreuung nach Anlage 2, die Kleinbetriebsregelung nach Anlage 1 oder die alternative bedarfsorientierte Betreuung fällt. Die betriebsspezifische Betreuung tragen Sie als Planwert ein, denn dafür gibt es keine Pauschale.
Geeignet für Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalverantwortliche, Sicherheitsbeauftragte und als Grundlage für die schriftliche Vereinbarung mit SiFa und Betriebsarzt.
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Die neue DGUV Vorschrift 2 (Mustertext 2024) wird seit 2025 trägerweise in Kraft gesetzt. Der Rechner wählt die Fassung nach Ihrem Träger vor.
Tippen Sie Ihren Wirtschaftszweig oder WZ-Code. Die Betreuungsgruppe ergibt sich aus der Zuordnung der DGUV Vorschrift 2, Anlage 2 Abschnitt IV.
Teilzeitkräfte werden nach regelmäßiger Wochenarbeitszeit gewichtet (§ 2 Abs. 5 DGUV Vorschrift 2).
Die Grundbetreuung ist ein Summenwert für beide Professionen. Jede Profession erhält mindestens 20 %. Die Aufteilung wird betrieblich vereinbart; in der Praxis übernimmt meist die Fachkraft für Arbeitssicherheit den größeren Anteil.
Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung bilden zusammen die Gesamtbetreuung. Den betriebsspezifischen Umfang ermittelt der Unternehmer mit Beratung durch SiFa und Betriebsarzt (Anlage 2 Abschnitt III). Es gibt dafür keine Pauschale. Tragen Sie Planwerte ein, wenn sie bekannt sind.
Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es werden keine Daten übertragen, solange Sie nicht das Angebotsformular absenden. Der Rechner ersetzt weder die Gefährdungsbeurteilung noch die schriftliche Vereinbarung mit SiFa und Betriebsarzt.
Grundlage ist Anlage 2 der DGUV Vorschrift 2. Zunächst werden die Beschäftigten nach ihrer regelmäßigen Wochenarbeitszeit gewichtet: mehr als 30 Stunden mit 1,0, mehr als 20 bis 30 Stunden mit 0,75, bis 20 Stunden mit 0,5. Die gewichteten Beschäftigten werden mit dem Stundenwert der Betreuungsgruppe multipliziert. Das Ergebnis ist die Grundbetreuung als Summenwert für SiFa und Betriebsarzt.
Formel: gewichtete Beschäftigte × Stundenwert der Gruppe = Grundbetreuung pro Jahr. Bei der Aufteilung erhält jede Profession mindestens 20 Prozent, die weitere Verteilung vereinbaren Sie nach den betrieblichen Erfordernissen. Der Rechner rundet nicht pauschal auf, sondern zeigt Werte auf 0,1 Stunden genau.
Welcher Gruppe Ihr Betrieb zugeordnet ist, richtet sich nach dem WZ-Code (Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008) Ihrer Betriebsart. Für die neue Fassung nutzt der Rechner die vollständige DGUV-Liste vom November 2025, für die bisherige Fassung die Zuordnungen der einzelnen Träger aus der Vorschrift von 2011.
Die Mitgliederversammlung der DGUV hat im November 2024 einen überarbeiteten Mustertext beschlossen. Verbindlich wird er erst, wenn Ihr Unfallversicherungsträger ihn in Kraft setzt. Nach DGUV-Übersicht (Stand September 2026) gilt die neue Fassung bereits bei BG ETEM, BGHM, BGHW, BGN, VBG, Unfallkasse Hessen, Unfallkasse NRW und UVB. Für Mitgliedsbetriebe aller anderen Träger, etwa BG BAU, BG RCI, BG Verkehr oder BGW, gilt weiterhin die bisherige Fassung.
Die wichtigsten Unterschiede:
Eine ausführliche Gegenüberstellung der Trägerfassungen finden Sie in unserem Beitrag DGUV Vorschrift 2 Update: Die wichtigsten Unterschiede zwischen den Trägerfassungen, den Regelwerksstand mit allen Änderungsmeldungen auf sifanews.de.
Liegt Ihr Betrieb mit den gewichteten Beschäftigten nicht über der Schwelle (20 in der neuen, 10 in der bisherigen Fassung), gibt es keine festen Einsatzstunden. Stattdessen gilt Anlage 1: SiFa und Betriebsarzt unterstützen Sie bei Erstellung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung, die je nach Betreuungsgruppe spätestens nach einem, drei oder fünf Jahren zu wiederholen ist, und betreuen Sie anlassbezogen, etwa bei neuen Arbeitsmitteln oder Stoffen, Unfällen, Notfallplänen, Schwangerschaft oder Wiedereingliederung.
Alternativ können Sie als aktiv eingebundener Unternehmer die bedarfsorientierte Betreuung nach Anlage 3 (bis 50 Beschäftigte) oder Anlage 4 über Kompetenzzentren wählen. Dann nehmen Sie an Motivations- und Fortbildungsmaßnahmen Ihres Trägers teil und holen SiFa und Betriebsarzt anlassbezogen hinzu. Beide Wege begleiten wir: als externe Fachkraft für Arbeitssicherheit mit Betriebsarzt aus unserem Netzwerk, ohne Mindeststunden, nach Ihrem tatsächlichen Bedarf.
Die Grundbetreuung deckt die Aufgabenfelder ab, die in jedem Betrieb anfallen: Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung, grundlegende Maßnahmen der Arbeitsgestaltung, Organisation des Arbeitsschutzes, Untersuchung von Unfällen, Begehungen und Beratung. Die betriebsspezifische Betreuung kommt hinzu, wenn besondere Gefährdungen, betriebliche Veränderungen, neue Vorschriften, arbeitsmedizinische Vorsorge oder Kampagnen zusätzliche Leistungen erfordern. Ihren Umfang ermittelt der Unternehmer mit Beratung durch SiFa und Betriebsarzt, überprüft ihn regelmäßig und vereinbart ihn schriftlich. Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung bilden zusammen die Gesamtbetreuung.
Nicht auf die Grundbetreuung anrechenbar sind Wegezeiten sowie die arbeitsmedizinische Vorsorge, die zum betriebsspezifischen Teil gehört. Digitale Beratung ist kein pauschaler Ersatz für Präsenz: Sie setzt voraus, dass der Betrieb durch eine Erstbegehung bekannt ist und keine Sachgründe eine Betreuung vor Ort erfordern.
Ein Betrieb des Werkzeugmaschinenbaus (WZ 28.4, Betreuungsgruppe II) bei der BGHM hat 30 Vollzeitbeschäftigte, 4 Beschäftigte mit 25 Wochenstunden und 2 Aushilfen mit 15 Wochenstunden. Gewichtet sind das 30 × 1,0 + 4 × 0,75 + 2 × 0,5 = 34 Beschäftigte. Die Grundbetreuung beträgt 34 × 1,5 h = 51 Stunden pro Jahr. Bei einer Aufteilung von 80 zu 20 entfallen 40,8 Stunden auf die SiFa und 10,2 Stunden auf den Betriebsarzt. Hinzu kommt die betriebsspezifische Betreuung, etwa für die arbeitsmedizinische Vorsorge und die Beschaffung neuer Maschinen.
Manche Betriebe lassen sich nicht eindeutig einem WZ-Code zuordnen oder vereinen mehrere Betriebsarten. Maßgeblich ist dann die Zuordnung Ihres Unfallversicherungsträgers. Schicken Sie uns Ihre Eckdaten über das Formular unten oder rufen Sie uns an. Wir ermitteln Betreuungsgruppe und Einsatzzeiten gemeinsam mit Ihnen.
Verbindlich ist die Fassung, die Ihr zuständiger Unfallversicherungsträger in Kraft gesetzt hat. Die überarbeitete Fassung gilt nach DGUV-Übersicht bei BG ETEM, BGHM, BGHW, BGN, VBG, Unfallkasse Hessen, Unfallkasse NRW und UVB (Stand September 2026). Für alle anderen Träger gilt weiterhin die Fassung von 2011. Der Rechner wählt die Fassung nach Ihrem Träger vor, Sie können sie manuell umstellen.
Beschäftigte mit mehr als 30 Wochenstunden zählen mit dem Faktor 1,0, mit mehr als 20 bis 30 Wochenstunden mit 0,75 und mit bis zu 20 Wochenstunden mit 0,5. Maßgeblich sind jährliche Durchschnittszahlen. Die Gewichtung gilt sowohl für die Schwellenwerte als auch für die Berechnung der Grundbetreuung.
In der neuen Fassung fällt ein Betrieb mit bis zu 20 gewichteten Beschäftigten unter Anlage 1. Es gibt dann keine festen Einsatzstunden, sondern die Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung und die anlassbezogene Betreuung. In der bisherigen Fassung liegt diese Grenze bei 10 Beschäftigten. Alternativ ist bis 50 Beschäftigte die bedarfsorientierte Betreuung nach Anlage 3 möglich.
Die gewichteten Beschäftigten werden mit dem Stundenwert der Betreuungsgruppe multipliziert: 2,5 Stunden in Gruppe I, 1,5 Stunden in Gruppe II und 0,5 Stunden in Gruppe III je Beschäftigtem und Jahr. Die Gruppe ergibt sich aus dem WZ-Code der Betriebsart nach Anlage 2 Abschnitt IV.
Die Grundbetreuung ist ein Summenwert. Jede Profession muss mindestens 20 Prozent erhalten, in der bisherigen Fassung zusätzlich mindestens 0,2 Stunden je Beschäftigtem. Die übrige Verteilung legen Sie nach den betrieblichen Erfordernissen fest und vereinbaren sie schriftlich. Eine feste 80/20-Aufteilung schreibt die Vorschrift nicht vor, in der Praxis ist sie aber verbreitet.
Nein. Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung bilden zusammen die Gesamtbetreuung. Der betriebsspezifische Teil wird vom Unternehmer anhand der Aufgabenfelder nach Anlage 2 Abschnitt III ermittelt, zum Beispiel bei besonderen Gefährdungen, betrieblichen Veränderungen oder arbeitsmedizinischer Vorsorge. Eine Pauschale gibt es dafür nicht.
Wegezeiten können nicht als Einsatzzeiten angerechnet werden. Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist nicht Teil der Grundbetreuung, sondern gehört zum betriebsspezifischen Teil der Betreuung.
Nach der neuen Fassung dürfen digitale Informations- und Kommunikationstechnologien bis zu einem Drittel der Leistungen je Betreuungsteil ausmachen, wenn der Betrieb durch eine Erstbegehung bekannt ist und keine Sachgründe eine Präsenz erfordern. Einzelne Träger lassen unter Voraussetzungen bis zu 50 Prozent zu. Die bisherige Fassung enthält keine Regelung zur digitalen Betreuung.
Nein. Wir rechnen nach dem tatsächlichen Bedarf Ihres Betriebs. Kleinbetriebe unterstützen wir bei der Gefährdungsbeurteilung und anlassbezogen oder beraten zur alternativen Betreuung. Für Betriebe nach Anlage 2 erstellen wir ein Angebot auf Basis Ihrer Berechnung und der betriebsspezifischen Anlässe.
Ihre Berechnung aus dem Rechner wird automatisch mitgeschickt. Sie erhalten von uns einen konkreten Vorschlag für die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung, inklusive betriebsspezifischer Anlässe und, wenn gewünscht, mit digitalem Anteil. Ohne Mindeststunden, ohne Bindung.
Manchmal ist der individuelle Fall komplexer als es ein Online-Rechner erfassen kann. Ob Sie Unterstützung bei der Ermittlung Ihrer Betreuungsgruppe brauchen, Fragen zur Auslegung der DGUV Vorschrift 2 haben oder einfach sicherstellen möchten, dass Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind – wir helfen Ihnen gerne weiter.
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Bei SiFa-flex nutzen wir unsere langjährige Erfahrung und unser Engagement, um innovative und zukunftsorientierte Lösungen in der Arbeitssicherheit und im Umweltschutz anzubieten. Unsere Expertise ermöglicht es uns, vorausschauend auf die dynamischen Anforderungen unserer Kunden einzugehen und maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln.