Excel-Vorlage für die TREMF-Analyse: EMF-Quellen systematisch erfassen, über die Anhangstabellen bewerten und Implantatträger rechtssicher berücksichtigen – mit hinterlegter Formel-Logik.
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Die Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) verpflichtet Arbeitgeber, die Exposition ihrer Beschäftigten gegenüber elektromagnetischen Feldern zu ermitteln und zu beurteilen. Die Technischen Regeln zu elektromagnetischen Feldern (TREMF) konkretisieren diese Pflicht und geben erstmals ein praxistaugliches, gestuftes Bewertungsverfahren an die Hand – aufgeteilt nach statischen Feldern, Niederfrequenz (NF) und Hochfrequenz (HF). Wer die TREMF anwendet, kann die sogenannte Vermutungswirkung nutzen: Er darf davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen.
Elektromagnetische Felder gibt es in jedem Betrieb – beurteilungspflichtig sind sie immer. In vielen Büro- und Verwaltungsumgebungen reicht die vereinfachte Bewertung über die Anhangstabellen. Genauer hinschauen muss, wer Anlagen mit relevanten Feldquellen betreibt: Lichtbogen- und Widerstandsschweißanlagen, Induktionserwärmung, Elektrolyse, Magnetisier- und Rissprüfeinrichtungen, Trafostationen oder medizinische Geräte. Besonders kritisch wird es, sobald Beschäftigte mit Implantaten im Spiel sind.
Träger aktiver Implantate (Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Insulinpumpen) und passiver Implantate (Endoprothesen, Stents, Clips) gelten als besonders schutzbedürftige Beschäftigte. Für sie gelten die allgemeinen Expositionsgrenzwerte nicht ohne Weiteres – erforderlich ist eine individuelle Bewertung des Arbeitsplatzes. Genau dafür enthält die Vorlage eigene Spalten, die die Frage „individuelle Bewertung erforderlich?“ je Betriebsmittel systematisch beantworten.
Die Tabelle bildet das gestufte Vorgehen der TREMF ab: Sie erfassen Betriebsmittel, Bereich und Verantwortlichen, ordnen die EMF-Quelle über Dropdown-Felder den Anhangstabellen zu und die hinterlegte Formel-Logik zeigt automatisch an, ob eine detaillierte Betrachtung nach TREMF nötig ist – getrennt nach statischem Feld, Nieder- und Hochfrequenz sowie für Träger aktiver und passiver Implantate.
Aus unserer Beratungspraxis begegnen uns bei elektromagnetischen Feldern immer wieder dieselben Muster:
Die Technischen Regeln zu elektromagnetischen Feldern konkretisieren die EMFV. Sie beschreiben, wie elektromagnetische Felder am Arbeitsplatz ermittelt und beurteilt werden – mit einem gestuften Verfahren von der einfachen Tabellenbewertung bis zur Messung.
Ja – elektromagnetische Felder sind Teil jeder Gefährdungsbeurteilung. In den meisten Betrieben genügt die vereinfachte Bewertung; eine detaillierte Betrachtung wird bei starken Feldquellen wie Schweiß- oder Induktionsanlagen nötig.
Träger aktiver Implantate sind besonders schutzbedürftig. Ihr Arbeitsplatz muss individuell bewertet werden – die allgemeinen Grenzwerte reichen als Maßstab nicht aus. Die Vorlage weist solche Fälle automatisch aus.
Diese Vorlage wurde von Andreas Bedrunka erstellt – Sicherheitsingenieur, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Geschäftsführer der SiFa-Flex GmbH, München. Seit 2019 berät er branchenübergreifend Unternehmen in allen Fragen des Arbeitsschutzes – zusätzlich qualifiziert als Brandschutzbeauftragter, Gefahrstoffbeauftragter und SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator). Alle SiFa-flex-Vorlagen entstehen aus realen Beratungsprojekten und werden laufend an den aktuellen Stand der Vorschriften angepasst.
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