Checkliste TRGS 401 – Hautkontakt mit Gefahrstoffen systematisch ermitteln

Sofort einsetzbare, editierbare Checkliste zur systematischen Ermittlung von Hautkontakt mit Gefahrstoffen nach TRGS 401 – von Sicherheitsfachkräften erstellt, rechtssicher dokumentiert.

19,95 

inkl. MwSt.

✓ Sofort-Download   ✓ Editierbar   ✓ Sichere Zahlung über Digistore24

Was die TRGS 401 fordert

Die Technische Regel für Gefahrstoffe 401 („Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“) konkretisiert die Gefahrstoffverordnung für alle Tätigkeiten, bei denen die Haut mit Gefahrstoffen in Kontakt kommen kann. Sie umfasst drei Gefährdungsarten: die dermale Gefährdung durch hautschädigende oder hautresorptive Stoffe, die Belastung durch Feuchtarbeit (Arbeiten im feuchten Milieu oder die Kombination aus häufigem Händewaschen und häufigem Wechsel von Schutzhandschuhen) sowie die Aufnahme von Gefahrstoffen über die Haut in den Körper. Wer Tätigkeiten mit Gefahrstoffen beurteilt, muss den Aufnahmeweg Haut ausdrücklich mitbetrachten – das fordert § 6 GefStoffV ausdrücklich.

Wann die Ermittlung Pflicht ist

Die Ermittlung der Hautgefährdung ist kein Sonderfall, sondern fester Bestandteil jeder Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Sie ist immer dann durchzuführen, wenn Beschäftigte Hautkontakt mit Gefahrstoffen haben können – auch bei scheinbar harmlosen Tätigkeiten wie Reinigungsarbeiten, Teilereinigung oder dem Umgang mit Kühlschmierstoffen. Ebenso zählt regelmäßige Feuchtarbeit – etwa im feuchten Milieu oder durch häufiges Händewaschen in Kombination mit häufigem Handschuhwechsel – zu den Gefährdungen, die beurteilt und dokumentiert werden müssen.

Wie diese Checkliste Sie durch die Ermittlung führt

Die Checkliste bildet die Systematik der TRGS 401 Schritt für Schritt ab: Sie erfassen zunächst die Tätigkeit und die dabei verwendeten Stoffe und Gemische (inkl. H-Hinweisen aus dem Sicherheitsdatenblatt), bewerten anschließend Kontaktart, -fläche und -dauer und leiten daraus die Gefährdungskategorie sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip ab – von der Substitution über technische und organisatorische Maßnahmen bis zu Hautschutz, Handschuhen und Hautschutzplan.

Häufige Fehler in der Praxis

Aus unserer Beratungspraxis als Sicherheitsfachkräfte begegnen uns bei der Ermittlung der Hautgefährdung drei Fehler immer wieder:

  1. Falsche Auswahl von Schutzhandschuhen: Häufig wird „irgendein“ Chemikalienschutzhandschuh beschafft, ohne Material und Durchbruchzeit auf den konkreten Stoff abzustimmen. Ein Handschuh, der gegen den verwendeten Gefahrstoff nicht beständig ist, schützt nicht – er wiegt die Beschäftigten nur in falscher Sicherheit. Wichtig seit der Neufassung der TRGS 401: Langes Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe gilt für sich genommen nicht mehr als Feuchtarbeit – häufiger Handschuhwechsel in Kombination mit häufigem Händewaschen dagegen schon. Wer hier mit der alten Definition arbeitet, beurteilt an der aktuellen Regel vorbei.
  2. Fehlerhafte oder veraltete Sicherheitsdatenblätter ungeprüft übernommen: Die Angaben aus Abschnitt 8 des SDB werden oft eins zu eins in die Gefährdungsbeurteilung kopiert – auch wenn das Datenblatt Jahre alt ist oder erkennbar lückenhafte Angaben enthält. Wer auf dieser Basis Maßnahmen festlegt, dokumentiert eine Beurteilung, die im Ernstfall nicht trägt. SDB gehören vor der Übernahme auf Aktualität und Plausibilität geprüft.
  3. Keine Unterweisung: Der Hautschutzplan hängt aus, die Handschuhe liegen im Schrank – aber die Beschäftigten wurden nie unterwiesen, wann und wie sie was benutzen. Ohne Unterweisung bleibt jede noch so gute Maßnahme wirkungslos, und die Dokumentationskette der Gefährdungsbeurteilung ist unvollständig.

Was ist enthalten

  • Sofort einsetzbare Checkliste zur Ermittlung von Hautkontakt nach TRGS 401
  • Editierbares Format – an Ihren Betrieb anpassbar
  • Systematik: Tätigkeit → Stoff → Kontaktart/-dauer → Schutzmaßnahme
  • Erstellt von Sicherheitsfachkräften mit Beratungspraxis
  • Rechtssichere Dokumentation als Teil Ihrer Gefährdungsbeurteilung Gefahrstoffe

Häufige Fragen

Was schreibt die TRGS 401 vor?

Die TRGS 401 verlangt, dass Gefährdungen durch Hautkontakt mit Gefahrstoffen sowie durch Feuchtarbeit systematisch ermittelt, beurteilt und mit Schutzmaßnahmen versehen werden – als Teil der Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV.

Wann muss ich Hautkontakt mit Gefahrstoffen beurteilen?

Immer, wenn bei Tätigkeiten Hautkontakt mit Gefahrstoffen möglich ist oder regelmäßig Feuchtarbeit anfällt – etwa durch Arbeiten im feuchten Milieu oder durch häufiges Händewaschen in Kombination mit häufigem Handschuhwechsel. Das gilt unabhängig von Branche und Betriebsgröße.

Wie dokumentiere ich die Hautgefährdung rechtssicher?

Die Ergebnisse der Ermittlung werden in der Gefährdungsbeurteilung dokumentiert: betrachtete Tätigkeiten, Stoffe, Bewertung der Gefährdung und festgelegte Maßnahmen inklusive Wirksamkeitskontrolle. Genau diese Struktur bildet die Checkliste ab.

ein profilbild von geschäftsführer m.sc. andreas bedrunka

Erstellt von Sicherheitsfachkräften

Diese Vorlage wurde von Andreas Bedrunka erstellt – Sicherheitsingenieur, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Geschäftsführer der SiFa-Flex GmbH, München. Seit 2019 berät er branchenübergreifend Unternehmen in allen Fragen des Arbeitsschutzes – zusätzlich qualifiziert als Brandschutzbeauftragter, Gefahrstoffbeauftragter und SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator). Alle SiFa-flex-Vorlagen entstehen aus realen Beratungsprojekten und werden laufend an den aktuellen Stand der Vorschriften angepasst.

Unsicher bei der Gefährdungsbeurteilung?

Sprechen Sie unverbindlich mit einer Sicherheitsfachkraft – die Erstberatung ist kostenlos.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner